Martin

Stellungnahme des Gelsenkirchener Jugendrates zum Bäderkonzept

In seiner Sitzung am 06. Juni hat der Jugendrat eine Stellungnahme zum Bäderkonzept verabschiedet.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

 

Sicht der Jugend auf das Bäderkonzept

Die Entscheidung darüber, wie die Bäderlandschaft in Gelsenkirchen in Zukunft gestaltet ist, wird unsere Stadt nachhaltig prägen. So nachhaltig, dass vor allem die heutigen Kinder und Jugendlichen die Auswirkungen spüren werden. Zudem sind junge Menschen eine der größten Zielgruppen bei der Nutzung der städtischen Bäder. Daher hat sich der Jugendrat Gelsenkirchen entschlossen, den Prozess nicht nur zu beobachten, sondern sich aktiv einzubringen.

Der Jugendrat ist sich bewusst, dass viele Aspekte, insbesondere solche, die finanzieller Natur sind, einen großen Einfluss auf das Ergebnis der Diskussion haben. Dabei dürfen jedoch die Stimmen der Kinder und Jugendlichen nicht ungehört bleiben.

Zu den aktuellen Plänen nimmt der Jugendrat Gelsenkirchen daher wie folgt Stellung:

 

Wir sprechen uns dafür aus, dass das Hallenbad Buer und das Jahnbad wie beabsichtigt weiterbetrieben werden. Bei letzterem teilt der Jugendrat die Auffassung, dass der Grundsatzbeschluss des Aufsichtsrates der Stadtwerke unangetastet bleiben soll.

Bezüglich des Hallenbades Horst anerkennen wir, dass das Bad wichtig für den Stadtteil und dessen Bewohner ist. Wir verschließen jedoch nicht die Augen davor, dass die Sanierungskosten und die Tatsache, dass eine Sanierung durch den Wegfall des Saunabereichs zu einer Verschlechterung des Angebots führen würde, gegen eine Sanierung sprechen. Der Fokus des Jugendrates auf die Interessen der Kinder und Jugendlichen, die kaum das Hallenbad Horst nutzen, ist ein weiterer Punkt, aus dem wir hohe Ausgaben für das Hallenbad Horst ablehnen. Eine sofortige Schließung soll jedoch nur die letzte Alternative sein. Der Jugendrat ist dafür, zu prüfen, ob ein ähnlicher Beschluss wie zum Jahnbad sinnvoll ist. Als Alternative wäre auszuloten, ob beziehungsweise inwieweit mit einer weniger umfangreichen Sanierung das Bad weiter betrieben werden oder die Laufzeit zumindest verlängert werden kann.

Der Jugendrat ist dafür, dass unabhängig vom Bestand oder Abriss des Sportparadieses auf dem dortigen Gelände auf dem Berger Feld weiterhin ein Bad betrieben wird. Als geografischer Mittelpunkt und „Herz“ der Stadt Gelsenkirchen mit guter Infrastruktur ist das Gelände unter vielen Gesichtspunkten ideal für den Betrieb eines Schwimmbades. Nicht zu vergessen ist, dass eine ersatzlose Streichung auch die umliegende Wirtschaft treffen würde. Zudem sind die dort auch angesiedelten Sportarten, wie zum Beispiel der Schützensport, ebenfalls wichtig für den „Sportstandort Gelsenkirchen“.

Sollten die Kosten einer Sanierung im Verhältnis zum Ergebnis oder einem Neubau nicht viel zu hoch sein, ist der Jugendrat auch dafür das Sportparadies zu sanieren. Nicht nur der emotionale Wert, den das Bad für viele, gerade junge, Gelsenkirchener hat macht es so wertvoll. Es ist auch das einzige Bad mit steigenden Besucherzahlen. Ob diese, wohl auch auf die Bekanntheit des Sportparadieses zurückzuführende, Entwicklung so auch bei einem Neubau weitergehen würde, sieht der Jugendrat zumindest kritisch. Auch die über 60% an auswärtigen Besuchern sprechen für das Sportparadies. In jedem Fall sollte ein Neubau allerdings ein Spaßbad sein, da ein solches für die jungen Bürger der Stadt wichtig ist und zur Aufwertung des Standortes Gelsenkirchen (gerade in Bezug auf Kinder- und Familienfreundlichkeit) beiträgt. Konzepte, die eine in der Ausrichtung ersatzlose Streichung des Sportparadieses vorsehen, lehnen wir daher ab.

Das Zentralbad soll abgerissen werden. Wenngleich auch hier ein emotionaler Faktor für den Erhalt spricht, sehen wir hier einen Abriss und Neubau als zielführender an.

Dieser Neubau sollte, sofern nicht nach dem Prüfauftrag eine solche Realisierung als aussichtslos angesehen wird, auf dem Gelände der ehemaligen Polizeiwache entstehen. Fokus dieses Bades soll vor allem das Leistungs-, Vereins- und Schulschwimmen sein. Gerade letzteres hat einer der wichtigsten Punkte bei der Planung zu sein. Zudem soll auch das, eher für ältere Mitbürger relevante, Gesundheitsschwimmen in diesem Neubau möglich sein. Ob und inwieweit eine Einbeziehung des Geländes des aktuellen Zentralbades notwendig, sinnvoll und realistisch ist wird erst nach Vorliegen genauerer Pläne zu bewerten sein.

Mit einem neuen Leistungssportbad auf dem genannten Gelände wird auch der Süden der Stadt aufgewertet, was ein wichtiges Zeichen darstellt. Außerdem ist das Gelände sehr zentral und gut zu erreichen.

 

Wir appellieren an die Vertreter der kommunalen Politik, dass sie in dieser Debatte zu einer sachorientierten Lösung frei von parteipolitischen Präferenzen kommen. Denn gerade für die Kinder und Jugendlichen ist ein nachhaltiges, am Wohl der Bürger ausgerichtetes Konzept für die Bäder der Stadt von höchster Bedeutung.

 

 

Diese Stellungnahme beruht auf den Beschlüssen des Jugendrates Gelsenkirchen vom 06. Juni 2017.

 

 

Die Stellungnahme als pdf-Datei:

Stellungnahme des Jugendrates zum Bäderkonzept

 

Jugendrat beschließt Jugendbefragung

Am Dienstag, 23. August, traf sich der Jugendrat Gelsenkirchen zu seiner sechsten Sitzung in Gelsenkirchen-Buer.

Nach einem gemeinsamen Frühstück besprachen die jungen Parlamentarier und Parlamentarierinnen zunächst ihre Arbeit in den Bezirksjugendforen. Im Anschluss wurde die Durchführung einer Befragung der Kinder und Jugendlichen in Gelsenkirchen beschlossen. Sinn und Zweck dieser Befragung ist es, unmittelbar die Wünsche, Kritiken und Vorschläge der Gelsenkirchener Kinder und Jugendlichen zu erfahren, um diese politisch auf den Weg zu bringen.

Einen weiteren Fokus legte man auf die Vertiefung weiterer Projekte, der sich der Jugendrat künftig intensiver widmen möchte. Als besonders wichtiges Thema konnte hier unter anderem der „Religiöse Extremismus“ herausgearbeitet werden, der den Jungpolitikerinnen und -politikern besonders am Herzen lag. Hier möchte sich der Jugendrat näher von relevanten Institutionen informieren und aufklären lassen.

Weitere wichtige Aufgabengebiete wie Bildung, Infrastruktur, Außerschulische Bildung oder Zuwanderer werden künftig von hauptverantwortlichen Jugendratsmitgliedern bearbeitet, die diese Themen betreuen und für die anderen Mitglieder aufbereiten.

Erfreuliche Nachrichten gab es in Bezug auf zwei Projekte des Jugendrats.

Das erste Projekt betrifft die Hansaschule. Hier hatten der Jugendrat und das Bezirksjugendforum Mitte die Stadtverwaltung auf die schlechte Ausstattung und die starke Verunreinigung des Schulhofs hingewiesen. Diesem Problem wird die Stadt versuchen zeitnah beizukommen.

Des Weiteren wurden die Ideen, welcher der Jugendrat im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Umbau der Eberstraße geäußert hat, zu großen Teilen berücksichtigt und sind in die Planung mit eingeflossen.

Insgesamt sind die Kinder und Jugendlichen mit den Ergebnissen des Tages zufrieden. „Es war eine konstruktive Sitzung, bei der auch der Spaß kam nicht zu kurz kam“, so Katharina Knappe, Vorsitzende des Jugendrates. Ihr Ko-Vorsitzender Murat Akyüz ergänzt: „ Dafür lohnt es sich auch, am letzten Ferientag früh aufzustehen.“

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